Seit 1960

Vikinger Fasnachtsmusik Luzern

Unser V(o)erstand

Es ist allgemein bekannt, dass wir Vikinger „ein bisschen anders“ als die Anderen funktionieren. Nichts desto trotz braucht es auch bei uns einen Vorstand (welch unschönes Wort für eine Fastnachtsmusik). Die aufgeführten Jungs und Mädels sind „nur“ die Spitze des Eisberges. Dank unserem guten Groove intern (musikalisch wie menschlich) zeichnet sich jeder Vikinger für einen Job verantwortlich.

An dieser Stelle sei wieder einmal ein grosses Dankeschön an alle Vikinger angebracht. Es ist ein tolles Erlebnis, mit Euch Fasnacht zu feiern. Thanks!

Präsident

Manuel Stadelmann

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Kasse

Manuel Stadelmann

Events

Roger Lütolf

V-Lounge / Gönner

Yamoja Adesida

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Musik

Daniel „Galli“ Galliker

Sujet

Heinz „Henne“ Meier

Archiv / Beisitzer

Nico Bühlmann

Unsere Geschichte

Um ein erfolgreicher Traditionsverein mit Einfluss zu werden, bedarf es einer umfangreichen Geschichte mit vielen Erlebnissen, Höhen und Tiefen, menschlicher Auseinandersetzungen, Ausdauer und Wille.

VORGEPLÄNKEL

Die Eltern von Urs, Peter & Eric Leimgruber, Besitzer des damaligen Hotel Schiller; waren aktiv bei der Luzerner Gugenmusig (von Urs Bucher im Handelsregister eingetragen am 23.12.1949). Vater Leimgruber war ein äusserst aktiver Zeitgenosse wenn es ums fasnächliche Treiben oder gelinde gesagt um wilde Feste ging. So wurde das Hotel Schiller zu einer Hochburg der damaligen Luzerner Künstler & Fasnachts-Szene. Inmitten dieser Szene wuchsen die Gebrüder Leimgruber heran.

Urs & Eric spielten in der Luzerner Knabenmusik, bei welcher Gelegenheit sie den einen oder andern für ihre Idee, eine eigene Guggenmusig zu gründen, begeistern konnten. Die Gründung fand natürlich im Hotel Schiller statt. Im Ersten, weil keine Mädchen / Frauen dabei waren, benannten sie ihre neu gegründete Formation Eva Musig. Dieser Name hielt aber nur ein Jahr.

DER VIKINGER-START

1960 Umbenennung und Offizielle Gründung der Vikinger Fasnachtsmusig mit Urs & Eric Leimgruber, Teddy Hochstrasser, Flavio Perego, Hansruedi Korber und vielen andern. Die erste Vikinger Formation bestand aus 25 Mitgliedern welche sich aus dem Quartier und aus der Bürgermusik / Knabenmusik / Tambourenverein rekrutierten. Junge im alter zwischen 8-13 Jahren!!!

Ihre musikalische Vorliebe von Anbeginn waren Rhythm & Blues und Jazz aber auch Latino und Afro. Das Posaunenspiel Papa Bues um Arne Jensen, Gründer der legendären Viking Jazzband, war einer von Teddy Hochstrassers grossen musikalischen Vorbildern. Inspiriert durch den Bandnamen, war es Teddy, welcher sich auch für die definitive Namensgebung der Vikinger einsetzte. Schon zu Anbeginn setzten die Vikinger nicht nur musikalisch neue Massstäbe um das Luzerner Fasnachtstreiben.

WIR SCHREIBEN DAS JAHR 1971

Die Luzern-Triengen-Bahn stellt ihren Betrieb ein, der FCL steigt in die NLB ab und Kudi Müller wechselt zu GC, die Schweizer Bevölkerung stimmt für das 1. Frauenstimmrecht, und es brennt…während Deep Purple in Montreux ihre neue LP einspielen, bricht im Casino während eines Frank Zappa Konzertes Feuer aus, der aus diesem Ereignis entstandene Song „Smoke on the Water“ machten Montreux & Deep Purple berühmt… Auch in Luzern brennt es; der Bahnhof fällt einem Flammeninferno zum Opfer!

Und in der Bewegung der Luzerner Fasnacht macht sich eine Gruppe der Vikinger daran, den bis dato monotonen Sound der diversen Guggenmusigen, welche zumeist Märsche spielten, aufzumischen. Unter der damaligen musikalischen Leitung des Saxofonisten Urs Leimgruber (Orpheos, OM) hatten Butsch Baumgartner (Thunderbyrds, Mads, OM ) & Fredy Studer (1. Band mit Christy Doran ohne Namen ,KEA, CYLOQURZ, Les Unlikes, Skyscrapers, OM, Red Twist & Tuned Arrow) die Vision, ihre Schlagzeuge an der Fasnacht einzusetzen, um endlich ihren eigenen Sound zu spielen.

Dass sie damit den gängigen Fasnachts-Sound nachhaltig verändern würden, war ihnen damals noch nicht bewusst. Georg Lingg, ein Mitarbeiter bei PAISTE Nottwil schweisste in einer Nacht und Nebel Aktion diverse solcher Traggestelle; welche mit einem Snaredrum, Tom Tom, Becken und Glocken bestückt waren, zusammen. Natürlich waren diese Gestelle viel zu schwer geraten. Wer kommt schon auf die Idee, ein Schlagzeug an der Fasnacht herumzutragen. So mussten diese an der Rückenpartie mit bis zu 10 kg Gegengewicht modifiziert werden. Die Reaktion am Schmutzigen Donnerstag war aber so was von gewaltig, als die Vikinger mit Samba- und Latino-Rhythmus in die Altstadt einbogen.

Andere Musigen hielten inne, ja sie rannten aus den Seitengassen heran, um zu sehen wer denn da für diese neuen Töne verantwortlich ist. Etwas an der Luzerner Fasnacht noch nie da gewesenes, Horden von Jungen & Mädchen in Ekstase, ja sich in Trance tanzende begleiteten fortan die Vikinger auf ihrer Route. Auch die Platzkonzerte gerieten zu musikalischen Happenings.

Es gab wohl schon zu früheren Zeiten Versuche, archaische Töne einzubringen eine Art Freejazz speziell für die Fasnacht eingespielt; so zum Beispiel der Luzerner Künstler Charles Gerig, als er mit seiner Avantgardisten-Musig Namens R 61, alle mit Blechteilen, Trommeln, Holzrätschen, Bass & Posaunen bewaffnet, einen riesigen Wirbel veranstaltete. Was jedoch beim Publikum überhaupt nicht ankam.

Waren es bis dato Schellenbäume, Tschinellen, Pauken, Trompeten & Posaunen, kamen nun mehr und mehr diverse Schlagzeuggestelle, Surdos, Tambourins, Glocken, Bongos Congas Shaker & Claves, aber auch selbst gebautes zum tragen. Wobei zu bemerken ist dass bei den Vikingenr schon früh auch Saxofonisten tätig waren.

Während die älteren Musigen sich in die Lokale oder nach Hause verzogen, machten sich die Vikinger auf, das fasnächtliche Nachtleben neu zu definieren. Sie stampften als Formation die halbe Nacht durch die Strassen von Luzern, was dann die einen oder andern Eltern bewog, nach ihren Sprösslingen zu suchen, um diese zu bewegen nach Hause zu kommen. Auch die Sujets waren brisant. So etwa, als im alten Flora in einem Lift eine von einem Verrückten gebaute Bombe gefunden wurde welche sich zum Glück als Blindgänger herausstellte, war für die Vikinger das Ereignis Programm. Das erste Mal am offiziellen Umzug dabei, als „Bombenleger“. Nicht unbedingt zur Freude der Fasnachtsmächtigen. „Der Niedergang der Zürcher Dirnen“. Ein weiteres Sujet welches aufsehen erregte. Der Hintergrund war, als im Zürcher Milieu innert kurzer Zeit zwei Dirnen ermordet aufgefunden wurden.

Personell öffneten sich die Vikinger schon bald nach der Gründung. Viele Jungen und Mädchen aus der damaligen Szene wollten dabei sein. Nicht mehr nur solche die ein Instrument beherrschten, sondern alle die aus einem bürgerlichen Alltag ausbrechen wollten. James & Roli Gfeller, Heinz Meier, Maggie Ochsenbein, Baffi & Knastli Baumgartner Sergio, Ivo & Dolores Carcano, Wädu Ruckli, Trix Bühlmann usw.

Aber auch weitere Musiker stiessen dazu. Bibi, Dave & Christie Doran, Fredy Studer, Jogurt Jurt, Boby Hofer, usw. Regen Zulauf fand auch aus Kreisen der Secondos statt, was dann die Vikinger zu einem Bunten und Wilden Haufen machte.
EINE NEUE FORM VON FAMILIE WAR ENTSTANDEN, WELCHE IN DER LUZERNER FASNACHTSSZENE EINZIGARTIG WAR UND BIS IN DIE HEUTIGE ZEIT GEBLIEBEN IST.

Die Vikinger, die wohl schrägste Fasnachtsmusig Luzerns mit Musikern, Künstlern, Arbeitern, Schülern Studenten & Studierten, halt so der damalige Zeitgeist vereint in einer Gruppe.

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